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Ansprechpartner Bereitschaft

Foto: Portrait von René Woithe (Bereitschaftsleiter).

Herr
René Woithe

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DRK Ortsverein Glashütte
Folgenhang 10a
01768 Glashütte

Kreiswettbewerb 2010

Ein Bericht von Max Vogel.

Unsere zweite Mannschaft vor einem Einsatzfahrzeug der SMH (passend zum Outfit)
Foto: Franz Pretzsch

Den internationale Tag des Roten Kreuzes nutzte der DRK Kreisverband Dippoldiswalde gleichzeit für die Ausrichtung des traditionellen Kreiswettbewerbes. Der Wettbewerb fand in Dippoldiswalde statt. In diesem Jahr wurden die Wettbewerbe der Sanitätsgruppen und des Jugendrotkreuzes gleichzeitig ausgetragen.

Nach der offiziellen Eröffnung gegen 12:00 Uhr begann die konzentrierte Jagd nach Punkten. Die Stationen führten die Teilnehmer dabei quer durch das Dippoldiswalder Stadtgebiet. Während die Sanitätsgruppen bequem von Station zu Station fahren konnten, mussten die Jugendrotkreuzler ihren Parcours zu Fuß bewältigen.

Wettbewerb Erste Hilfe & Sanitätsdienst

In diesem Jahr wurde den Mannschaften des EH-Wettbewerbes die Stationsreihenfolge nicht wie sonst üblich per Karte und Zeitplan mitgeteilt, sondern per Funk. Der Gruppenführer musste sich nach jeder Station bei der “Einsatzleitung” melden um einen neuen “Einsatzauftrag” zu erhalten. Damit waren Spannung und Überraschungen vorprogrammiert.

Station 1: Klettergarten Paulsdorf

Frank beim Anlegen eines HWS-Fixierkragens
Foto: Franz Pretzsch

Die erste Station an diesem Tag führte unsere Mannschaft in den Kletterpark Paulsdorf. Ein Kletterer stürzte aus großer Höhe und zog sich eine Fraktur am linken Sprunkgelenk zu. Zu allem Überfluss verlor der unglückliche Kletterer auch noch das Bewusstsein im Laufe der Behandlung. Der Anblick des verletzten Vaters ihres noch ungeboren Kindes verkraftete die anwesende hochschwangere Freundin des Kletteres nur sehr schwer. Somit musste auch die Partnerin in die Behandlungsmaßnahmen einbezogen werden. Als hätten die Helfer mit einem Bewusstlosen auf der Vakuummatratze und einer hochschwangeren Frau nicht schon alle Hände voll zu tun, musste ein weiterer Helfer zur Abwehr von Schaulustigen abgestellt werden.

Station 2: Grillparty im Wald

Rettung aus dem Bunker
Foto: Franz Pretzsch

Die nächste Notfallmeldung führte die Helfer in abschüssiges Gelände. In einem alten “Bunker” befand sich eine verletzte Person (Unterschenkelfraktur), die nicht den Weg von der Grillparty nach Hause gefunden hatte. Die Aufgabe bestand darin, die Person aus dem Gebäude zu retten und den anschließenden Transport zum Krankenwagen durch das dichte Waldgebiet zu organisieren.

Station 3: Unfall in der Garage

Uwe mit (fast vollständiger) Handamputation
Foto: Franz Pretzsch

Im Anschluss ging es zurück nach Dippoldiswalde. In einer Garage kam es zu einer Amputationsverletzung (rechte Hand) in Folge einer verunglückten Kreissägeaktion. Das Kind des Betroffenen kam den Helfern schon schreiend mit blutgetränktem Verbandsmaterial entgegen. Während sich der erste Helfer um das verängstigte Kind kümmerte, bahnten sich die anderen Helfer den Weg zur Garage. Dort angekommen dröhnte noch der Lärm der Kreissäge und laute Musik aus dem Radio. Doch den richtigen Schalter zu finden, gestaltete sich schwieriger als gedacht… ;) Nachdem das Amputat ausreichend versorgt war, wurde der Betroffene in die Schocklage gelegt und überwacht.

Station 4: Segelbootunglück auf der Talsperre

Rettung des Verletzten aus dem Motorboot
Foto: Franz Pretzsch

Nach einer kleinen Pause ging es weiter an den Strand von Malter. Eine Bootsbesatzung rettete eine leblose Person aus der Talsperre. Die Station beinhaltete für die Wettbewerber einige Tücken. So musste zum Beispiel das Boot vor dem unbeabsichtigen Abtreiben vom Ufer gesichert werden. Außerdem musste die leblose Person möglichst elegant vom Boot getragen werden. Das in so einem Fall der Bootsführer Ansprechpartner nummer eins sein sollte beachteten die wenigsten Mannschaften. Die leblose Person musste in der Folge abgesaugt und wiederbelebt werden (auch hier gibt es Unterschiede zum gewöhnlichen Reanimationsvorgehen). Die Retterin, welche die leblose Person aus dem Wasser zog musste zum Schutz vor Unterkühlung ebenfalls behandelt werden. Die letzte Falle für die Mannschaften war ein Kommentar des Bootsführers, nahezu belanglos in den Raum geworfen: “Es waren zwei Personen auf dem Segelboot”… unsere Mannschaft begann leider zu Spät mit der Suche…

Station 5: Blutspende

Versorgung des tapferen Blutspenders
Foto: Franz Pretzsch

Nach dieser sehr trickreichen (aber anspruchsvoll und abwechslungsreichen!) erhielten wir die nächste Notfallmeldung: “Bei einer Blutspendeveranstaltung kam es zu einem Zwischenfall, ihre Hilfe wird benötigt.” Im Rettungs- und Sozialdienstzentrum angekommen musste sich die Gruppe aufteilen. Die ersten drei Helfer wurden zur Theorie geschickt (RK-Wissen & Blutspende). Dabei offenbarte sich noch die ein oder andere Wissenslücke. Die anderen drei Helfer mussten einen Blutspender behandeln. Es galt u.a. eine Infusion vorzubereiten.

Station 6: Verpuffung in der Sauna

Frank leitet die Herz-Lungen-Wiederbelebung ein
Foto: Franz Pretzsch

Zum Schlusssport fuhren wir in die Sauna. Nach einer Verpuffung musste eine Person reanimiert werden, eine weitere erlitt Brandwunden welche versorgt wurden. Ebenfalls geschädigt wurde der Saunabetreiber, welcher unter einer Rauchgasinhalation zu leiden hatte.

Station 7: Suchaktion in der Heide

Glashütte 2 bei der (erfolgreichen) Suchaktion, die insgesamt nur 2 Mannschaften erfolgreich beenden konnten
Foto: Franz Pretzsch

Den Abschluss bildete für uns eine Station in der Dippser Heide. Mit Hilfe einer Karte und einer UTM-Koordinate sollten wir eine Suchaktion durchführen. Leider verließ uns zwischendurch unser Orientierungssinn und somit konnten wir die Suchaktion leider nicht erfolgreich (wie übrigens 4/6 aller Mannschaften) zuende führen.

Wettbewerb des Jugendrotkreuzes

Während die Sanitätsgruppen durch das Gelände fuhren, absolvierten die Jugendrotkreuzgruppen einen Parcours durch die Stadt. Dabei wurden neben Inhalten der Ersten Hilfe auch spielerische und kreative Fähigkeiten abverlangt.

Nachdem alle Wettbewerber wieder am Ausgangspunkt, dem Rettungs- und Sozialdienstzentrum, eingetroffen waren, begann der spannende Teil des Tages. Zur Siegerehrung erfuhren wir, welche Plätze Mannschaften des DRK Ortsvereins Glashütte belegten.

Unsere Platzierungen

Platz 5 für unsere 2. Mannschaft
Foto: Franz Pretzsch

Die Jugendrotkreuzmannschaften belegten folgende Plätze: 4. Platz (JRK Glashütte – Stufe 2), 6. Platz (SSD Reinhardtsgrimma – Stufe 1), 10. Platz (SSD Glashütte – Stufe 1)

Unsere beiden EH-Mannschaften belegten die Plätze 3 (Glashütte 1) und 5 (Glashütte 2). Den Sieger stellte in diesem Jahr die Bergwacht aus Altenberg. Trotz 70 Punkten Abzug (zu viele Starter an den Stationen) reichte der Vorsprung noch aus, um die Mannschaften aus Dippoldiswalde und Glashütte 1 hinter sich zu lassen. Herzlichen Glückwunsch nach Altenberg.

Der anstrengende Wettbewerbstag wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an alle Organisatoren, Helfer, Mimen, Eltern und natürlich den OV Dippoldiswalde für die Gastfreundschaft… ;) Es war wieder einmal ein sehr schöner Wettbewerb.

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