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Landeswettbewerb JRK Stufe III 2009

Ein Bericht von Max Vogel

Ziemlich verschlafen aber dennoch pünktlich starteten wir am frühen Samstagmorgen (06:30 Uhr) zum diesjährigen Landeswettbewerb JRK Stufe III. Noch ein kurzer Stop beim Bäcker und ab ging’s via Autobahn nach Flöha. Mit an Board waren Marco, Rico, Tina, Bianka, Patrick, Anne, Johanna und ich. Mit nur einem kurzem Umweg durch die Innenstadt von Flöha erreichten wir unser Ziel das Samuel-von-Pufendorf Gymnasium. Und da staunten alle nicht schlecht, ob der sehr beeindruckenden Architektur dieses Gymnasiums (mit Architekturpreisen ausgezeichnet, wie wir später vom Bürgermeister erfahren durften). Doch zur Schulbesichtigung waren wir schließlich nicht angereist und so meldeten wir uns erstmal zum Wettbewerb an, bevor wir in der Aula zur Begrüßung und Wettbewerbseröffnung Platz nahmen. Im Anschluss an die offizielle Begrüßung durch u.a. Marcus Janßen (JRK-Bundesleitung), Sebastian Krannich (Landesleiter JRK), Annette Strauß (Vizepräsidentin DRK Landesverband)… hatten die Kinder der KITA “Spatzennest” des DRK KV Freiberg ein kleines Programm vorbereitet. Zwar war allen Wettbewerbsteilnehmern anzusehen, das es nicht gerade weit her war mit der Motivation für Kindertanz und -gesang, doch diese Einstellung legte sich binnen Minuten. Zum “Fliegerlied” wurde getanzt, gesprungen und gelacht. Alle Vorurteile von Kinderprogrammen waren nun über den Haufen geworfen und fortan bildete jenes Fliegerlied mit selbiger Choreografie den “Soundtrack” des Tages… (“Heut ist so ein schöner Tag – La la la la la…”)

Doch kommen wir nun zu den Stationen, welche auf die Helfer warteten:

Station 1: Malen nach Vorlage

An dieser Station musste eine kleine Vorlage gezogen werden und dann entsprechend auf ein größeres Blatt Papier übertragen werden. Dabei kam es auf Teamarbeit und Genauigkeit zum Original an. (Bei den Vorlagen handelte es sich um Ausschnitte des JRK-Logos. Später wurden die Beiträge aller Teams zu einem großen Logo zusammengefügt.)

Station 2: Ernährungsberater

Wo geht’s denn eigentlich lang? Das war das eigentliche Problem unserer Gruppe. Denn auf dem kleinen Kartenausschnitt konnte keiner von uns wirklich ausmachen wo wir uns gerade befanden und was noch viel wichtiger war, wo wir eigentlich hin mussten. Nach einer kleinen Ehrenrunde und der gütigen Hilfe anderer Wettbewerbshelfer fanden wir letztlich doch noch den Weg zur Station und konnte uns nun der Aufgabe widmen. Die wiederum verlangte von uns, einen persönlichen Ernährungsplan zu erstellen für “Anne” (wollte abnehmen), “Jens” (Sportler) und “Tim” (Büroangestellter). In drei Teams aufgeteilt erhielten wir fünf Minuten Zeit und mussten anschließend unsere Pläne der Gruppe präsentieren.

Station 3: Kampagne

Passend zur aktuellen Kampagne des JRK: “Deine Stärken, deine Zukunft – ohne Druck” mussten wir ein Bild analysieren und anschließend unter verschiedenen Gesichtspunkten auswerten und präsentieren. Auf dem Bild war ein Junge abgebildet, welcher von einer Gruppe sichtlich ausgegrenzt wurde.

Station 4: Theater

In den Räumlichkeiten des DRK in Flöha führte man uns zunächst einen Videoausschnitt aus Mein Körper – Was ist das? vor. Es ging um den Weg der roten Blutkörperchen und des Sauerstoffs im Körper. Just als die Blutkörperchen im Herzen ankamen stoppte das Video und wir mussten die Szene zu Ende spielen. Bianka und Tina spielten dabei die Herzklappen, Anne und Hanna die roten Blutkörperchen welche Kohlenstoffdioxid aus den Zehen mitbrachten, Rico und Patrick waren für den frischen Sauerstoff zuständig und Marco und ich tauschten Kohlenstoffdioxid gegen Sauerstoff.

Station 5: Erste Hilfe – Einzelpraxis

Station 5 war unsere erste EH-Station. Wir wurden verschiedenen Verletzungsmustern zugeteilt und musste diese fachgerecht versorgen. Das Grundszenario bildete ein Autounfall. Dementsprechend musste auch die Unfallstelle gesichert werden. Vom Schädel-Hirn-Trauma bis zur Reanimation reichte die Palette an Betroffenen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten lief alles super und wir konnten zufrieden weiterziehen.

Station 6: Quiz

Dieses Quiz lief etwas anders als man es gewohnt ist. Jeweils einer von uns war die Spielfigur, welche bei einer falschen Antwort getauscht wurde. Die Spielfigur durfte je nach gewürfelter Zahl und richtiger Antwort auf dem Spielfeld vorrücken. Nur Miträtseln durfte die Spielfigur nicht. Es kam nicht darauf an, wie weit man auf dem Spielfeld nach vorn kam, sondern nur darauf, wie viele Fragen man richtig beantworten konnte. Die Fragen kamen aus den Gebieten: Rotkreuz-Wissen, JRK-Kampagne, Verkehrserziehung. Das Themengebiet der nächsten Frage bestimmte die jeweilige Farbe des Spielfeldes auf dem sich die Spielfigur gerade befand.

Station 7: Geschicklichkeitsparcours

Das hatten wir schon lange nicht mehr bei einem Wettbewerb. Einen Geschicklichkeitsparcours… wobei, doch. Aber zum Kreiswettbewerb musste man mit einem Fahrzeug durch ein selbstgestecktes Tor fahren, Rückwärtseinparken… und nicht mit einem Buch auf dem Kopf Slalomlaufen, Balancieren, Kniebeuge vorführen, im Entengang laufen und Werfen… Naja, Spaß hat’s gemacht und ein paar Punkte hat es uns auch beschert. Rico hat den Parcours jedenfalls gepackt ohne das Buch fallen zu lassen (was immer 5 Sek. Zeitstrafe mit sich brachte) Bewertet wurde aber außerdem auch das Anfeuern der restlichen Teammitglieder!

Station 8: Erste Hilfe

Diese Station behandelte wieder das Thema Erste Hilfe. Irgendwie kam es zu einer Schnittwunde (Bauch) nach einer Messerattacke und einer Schussverletzung. Auch hier konnten wir wieder gut punkten und bis auf Kleinigkeiten alles zufriedenstellend erledigen. Der Notruf unserers Gruppenführers Marco wurde sogar besonders hervorgehoben und als zufällig auch noch die zur Absicherung eingesetzen Rettungskräfte an der Station erschienen, wurden diese direkt eingebunden und wir mussten ihnen unsere Patienten übergeben.

Station 9: Blutspende

An dieser Station musste der Ablauf einer Blutspende, die Lagerung des Blutes und seiner Bestandteile sowie die unterschiedlichen Arten einer Spende erklärt und präsentiert werden. An dieser Station waren wir zugegeben etwas überfordert und konnten nicht das Maximum an Punkten mitnehmen. Dennoch schlugen wir uns Tapfer und konnten vor allem auch durch die Fachkentnisse von Anne profitieren.

Station 10: EH-Theorie

Die Theoriestation behinhaltete drei Fragenblöcke mit jeweils fünf Fragen, welche im Vergleich zu den Theoriefragen beim Kreiswettbewerb eher leichtes Niveau hatten. In der Gruppe konnten wir alle Fragen beantworten und kamen so sehr zügig voran.

Station 10a: Überraschungsstation

Überraschung – da brauch jemand unsere Hilfe. Ein Junge schwänzte die Schule und wollte sich mit Alkohol und Tabletten betäuben. Etwas abseits vom Weg machte er durch lautstarken Unmut auf sich aufmerksam. Im Gespräch nahmen wir ihm den Alkohol und die Tabletten vorsorglich ab und überredeten ihn mit uns zusammen nach Hause zu gehen. Auch wenn das Thema der Station nicht witzig und bitter Ernst war, so entlockt folgender Fakt doch einigen Wettbewerbsspezis zumindest ein Schmunzeln: Die vermeindliche Überraschungsstation war haargenau eingezeichnet und zwar unter “Station 10a – Wegstrecke”…

Station 11: Vorbereitungsaufgabe

Im Vorfeld des Wettbewerbs erhielten alle Teilnehmer mit ihren Unterlagen auch die diesjährige Aufgabe zur Vorbereitung. Es sollte im Stil von “Deutschland sucht…” eine kleine Präsentation vorbereitet werden, in der die Gruppe und ihre Stärken vorgestellt wird. Für uns hat Anne das Kinderlied “Ich bin ein Musikante und komm’ aus Schwabenlande..” umgeschrieben zu “Ich bin ein Sanitäter um komm’ aus Glashütte”. Gemeinsam probten wir das Lied und eine kleine Choreografie dazu ein, die wir dann logischerweise auch so vorführten. Der Jury schien unser Beitrag gefallen zu haben.

Station 12: Detektive

Die Aufgabe bestand darin 20 Gegenstände die nicht in den Wald gehören in einem abgesteckten Arial zu finden. Das schwierige daran war, außer das Finden der Gegenstände an sich, wir durften uns untereinander nicht unterhalten. Erst nach Ablauf der Zeit hatten wir noch 2 Minuten um uns am Tisch auszustauschen. Naja, 3 Gegenstände haben uns dennoch gefehlt.

Station 13: Erste Hilfe Gefahr beim Brückenbau

Die letzte Station war noch einmal eine EH-Station. Hier trafen wir auch zum ersten Mal an diesem Tag auf unseren OV-Vorsitzenden Uwe, welcher als Schiedsrichter der Station zugeteilt war. Beim Bau einer Brücke kam es zu einem Unfall mit 3 verletzten Personen. Der erste Betroffene hatte sich mit der Flex die Hand amputiert, der nächste einen Pfahl durch das Bein gerammt und der dritte eine vergleichsweise harmlose Kopfplatzwunde. Nachdem alle Betroffenen versorgt waren hatten wir den ersten Teil dieses Wettbewerbstages geschafft.

Im Anschluss an den eigentlichen Wettbewerb hatten wir nun Zeit bis zur Siegerehrung. Diese verbrachten wir in und um Flöha. Schließlich stieß René noch zu uns, welcher gerade von einem Lehrgang kam. Nach dem Abendbrot fieberten wir langsam der Siegerehrung entgegen. Vorher präsentierten aber noch einmal die Gruppen aus Freital, Auerbach und … leider vergessen … ihre Beiträge (Vorbereitungsaufgabe). Sehr, sehr gelungen und kreativ!!! Danach wurde noch das Flöha-Gewinnspiel ausgewertet (-> wir haben auch eine Chronik von Flöha gewonnen) und dann ging es schon zur Siegerehrung. Beim Jugendrotkreuz ist es so, das die einzelnen Kategorien (RK-Wissen, Soziales, Sport&Spiel, Musik&Kunst, EH) einzeln ausgewertet werden. Nicht schlecht lief es dabei für uns! Wir konnten die Kategorien “Erste Hilfe” und “Sport&Spiel” gewinnen. Besonders auf den ersten Platz in der Kategorie “EH” sind wir sehr stolz. Außerdem attestierte man uns noch das wir die dritt musikalischste Gruppe waren. Jetzt wurde es aber richtig ernst. Bei der Auswertung des Gesamtwettbewerbes belegten wir den Platz vier mit nur 2 Pünktchen Rückstand auf die Kameraden aus Weisswasser. Natürlich waren wir etwas geknickt, aber eigentlich gibt es da keinen Grund für. Immerhin war es in dieser Konstellation das beste Ergebnis bei einem JRK-Wettbewerb für uns überhaupt und das dann auch noch bei unserem ersten Landeswettbewerb. Was will man eigentlich mehr?!? Gewonnen haben die Vertreter des KV Auerbach! Auf dem zweiten Platz folgte Freital. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger aus Auerbach sowie alle anderen Wettbewerbsteilnehmer! Es war denk ich ein schöner Wettbewerbstag, welcher noch mit einer kleinen Überraschung – einem Feuerwerk – endete. Während andere Mannschaften an Ort und Stelle den Wettbewerb noch ausklingen ließen, machten wir uns wieder auf den Heimweg, denn am Sonntag warteten noch andere DRK-Aufgaben auf uns… (Sanwachdienst, Sozialdienstfahrt…etc).